Schöne Bilder, üble Fälschungen

Aus aktuellem Anlass ein Service-Beitrag zu zwei Bildern, die mir heute immer wieder in den Sozialen Netzwerken begegnen. Das eine ist eher harmlose Reminiszenz an Inspector Clouzeau. Trotzdem Fake.

 

Das andere Bild halte ich für weitaus problematischer: Hier hätte bereits der erste sorgfältige Blick zum Verdacht werden können – pixelige Flammen, ein knackscharfer Vordergrund, Stümper am Werk. Vermutungen wie »…. das dürfte in Russland sein.« waren ernst gemeint. Ein kurzer Blick in die aktuelle Berichterstattung hätte gereicht, um das brennende Gebäude zu erkennen: Es ist die Tourismuszentrale in Lyon, Fotos des Brandes und der Ruine gibt es zur Genüge.

 

Beide Bilder sind Screenshots einer ersten oberflächlichen Prüfung via https://zerogpt.com/ai-image-detector .

Eine Antwort auf einen kritischen Kommentar machte mich kurz sprachlos: »Wer behauptet, dieses Bild würde eine falsche Realität vorgaukeln, der blendet eben diese aus!«. Es sollte zur Gewohnheit werden, Bilder, die »zu gut« sind, »zu emotional« oder »zu passend« einer näheren Prüfung zu unterziehen. Mit Realitätsverweigerung hat das nichts zu tun. Eher mit Realitätssinn, denn jedes gefälschte Bild trägt zur weiteren Eskalation bei.

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