„Schreib das auf, bevor es weg ist!“

„Sudelbuch“: So hieß dieses Blog, in Erinnerung an Georg Friedrich Lichtenberg, der seit 1764 seine Aphorismen, kurzen Lesestücke und Geschichten in zahlreichen Heften niederschrieb. Er nannte die Sammlung von Gedankensplittern und Notizen „Sudelbücher“, wollte offen sein für Neues, Entdeckungen und Experimente, wollte bewusst unfertig und ungeschliffen schreiben. Vor vier Jahren habe ich dieses Blog stillgelegt; zugunsten des eigentlichen Berufs, für die Bilder und als Pause von der Sprache.

 

In der Zwischenzeit veränderte sich manches. Einiges blieb, anderes glaubte ich verschwunden. Die Geschichten von unterwegs beispielsweise, die ich eine Zeitlang lieber in Bildern erzählte, drüben auf Instagram. Jetzt ist es Zeit für einen neuen Namen des Blogs, das immer noch und wieder ein Platz sein wird für die Lust am Erzählen, Nachdenken und an Sprache. Mit Augenzwinkern, Ironie und gelegentlich einer Prise Sarkasmus, meist jenseits der Bilder, die ganz andere Geschichten erzählen.

 

Weil auch das Meer nie völlig verschwunden ist, sondern gleichsam atmet, Muscheln und Treibgut mit sich trägt, mal sanft ist, oft kraftvoll und manchmal zornig und wild. Weil ich gerne am Meer den Gedanken freien Lauf lasse. Weil ich in Bildern ebenso zuhause bin wie in Sprache, die Schwerpunkte allerdings wechseln – so wie Ebbe und Flut. Deswegen »Gezeiten«, willkommen zurück.

 

Ich bin Heike Rost: Photographin. Journalistin. Gelegenheitspoetin, Flaneurin in Innen- und Außenwelten. Beobachterin, Gern-, Viel- und Überhaupt-Denkerin, raisonnierend, melancholisch, fröhlich und nachdenklich. Ab und an sentimental, manchmal ironisch bis sarkastisch, gelegenheitsphilosophierend, diskutierend, sprachverliebt und Tagesform abhängig querulant bis augenzwinkernd, bisweilen wortklauberisch, lachend und lächelnd, ab und an lästerlich, selten misanthropisch*, gerne konstruktiv streitend, dickschädelig, selten stur, liebend gern frei Schnauze und hier zum Privatvergnügen schreibend.

 

*Gelegenheitsmisanthropisch bin ich übrigens bei Begegnung mit Dummheit. Oder mit Menschen, die das Außen höher bewerten als das Innen – in Ignoranz sinnvoller Balance aus beidem. Früher hätte ich zu überzeugen versucht. Heute beschäftige ich mich mit Sinnvollerem. Und genieße ansonsten das Leben.

 

Weitere Websites:

Die Portfolio-Website – mit Einblicken in meine photographische Arbeit von Portraits über Architektur und Reportagen bis Fine Art Photographie.

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