Rund ums Wetter

Zwischen eindeutig zu frühen, viel zu hohen Temperaturen im Mai (meteorologisch noch Frühling!), Klimawandelleugnern aller Couleur und Vorwürfen der Panikmache: nein, die B**D ist KEINE Referenz für irgend etwas Tragfähiges, egal was dort via Headline, Aufmachung und Tonalität aus den Fakten und der Berufung aus Experten so zurecht gehämmert wird.

Lesenswerte Expertenmeinungen liefern ein paar gute Seiten im Netz, die faktenreich über Wetter berichten, Risiken ebenso wie Gefahrenpotenziale von Wetterlagen erläutern – und von Panik weit entfernt sind. Unter diesen Seiten sind https://kachelmannwetter.com/de, der Deutsche Wetterdienst/DWD, auf Facebook auch die Profile von Sebastian Wache/Meteorologe u.a. für den NDR oder der Meteozentrale Deutschland, die auch unter https://meteozentrale.de zu finden ist.

Weil mich »drüben« auf Facebook ein paar Anfragen erreichten, sind hier noch ein paar Links von nützlichen Helfern für mobile Endgeräte zusammengestellt, auf die ich seit Jahren vertraue; nicht nur, weil ich für meine Kunden teils auf gutes Wetter angewiesen bin und über witterungsbedingte Terminverschiebungen eher nicht diskutieren möchte 😉 , sondern Wetter grundsätzlich sehr spannend finde. Ein wenig Sicherheitsbewusstsein bzw. Risikoabschätzung spielt auch mit, Stichwort Windböen, Hagel, Starkregen: Man muss dann nicht unbedingt zu irgendeiner vermeidbaren Tour aufbrechen. Vermeiden lassen sich solche Risiken leider nicht; man kann sich allerdings im Fall des Falles in Echtzeit informieren. Und sich auf der Basis der Aussagen entsprechend vorbereiten: Gegenstände wie Balkon- und Terrassenmobiliar sichern, damit es nicht herumfliegt. Vorhandene Rückstauventile und/oder Hebepumpen regelmäßig auf Funktion prüfen (lassen) und schließen bei drohendem Starkregen.

Auf der Website https://pflotsh.com/de/index.html -gibt es zwei Apps, die im Abo Geld kosten. Nach meinen Erfahrungen sind beide sehr zuverlässig. Pflotsh für Echtzeit-Ereignisse inkl. Tornado-Doppler-Radar, Regenmengen (in mm) und Hagel, sehr hilfreich bei Unwetterlagen aller Art. Die zweite App, SuperHD, liefert für ca. 8 Tage im Voraus zuverlässige Prognosen, die sich nach Orten filtern lassen. Tipp: Im Fall von Unwetter kann und sollte man Screenshots von den Informationen und Kartenausschnitten der App machen. Bei Schäden an, im und rund um Haus, Wohnung, Auto ohne Garage usw. ist das sehr hilfreich, wenn es um das Thema Versicherung geht.

https://wo.wetteronline.de/produktwelt/apps/ – Das Regenradar von Wetteronline taugt auch, war meines Wissens allerdings kürzlich wegen eines Datenschutzproblems – Standortdatenübermittlung im Hintergrund – in der Kritik. Die App ist recht zuverlässig, kleiner Nachteil: Sie zeigt zwar farbig gekennzeichnete Starkregenzellen, aber genaueren Niederschlagsmengen (auch nicht Hagel) an. Zusätzlich lassen sich Temperatur und Windgeschwindigkeit anzeigen.

https://www.warnwetterapp.de – die Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes DWD bietet in der Basisversion bereits ausreichend Infos. Für einmal gezahlte, schlanke 2,49€ lässt sie sich zur Vollversion erweitern und fürs mobile Endgerät mit den individuell wichtigen Infos konfigurieren (darunter UV-Index, Pollenflug, Unwetterprognosen etc.).

https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftqualitaet/app-luftqualitaet – nicht nur auf der Website, sondern auch in einer kostenlosen und werbefreien App für mobile Endgeräte gibt es Aussagen über die regionale Luftqualität. Tagesaktuell, durchsuchbar nach Einzelwerten wie Ozon, Stickstoff, Feinstaub.

Disclaimer: Sofern kostenpflichtig, habe ich die Apps ganz regulär gekauft oder abonniert, verdiene mit einer Empfehlung keinerlei Geld (hey – das sind persönlich getestete Praxistipps!) und zu Panikmache neige ich ebensowenig wie zu Panik. Allerdings habe ich ein ausgemachtes Faible für Wissenschaft und Fakten. Spätestens seit ich vor einigen Jahren mit einer lieben Kollegin aus dem nördlichen Elsass im Chat beobachtete, wie sich ein paar Blitze auf einem Wetterradar am Vogesenrand binnen kürzester Zeit  – nicht mal 30 Minuten – zu einem regelrechten Gürtel aus Unwettern zusammenballte. Diese Unwetterfront zog mit rasanter Geschwindigkeit durch den Rheingraben, verursachte ziemliche Schäden durch Hagel, Starkregen und Downbursts (ähnlich brachial wie Tornados) und bei mir zuhause 5 cm Wasser im Keller. Dank Rückstauventil glücklicherweise nur Regenwasser und keine Kanalpampe….. 😉

Schreibe einen Kommentar